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Beschreibung |
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Im nächsten
Ausbauschritt soll meine Drehbank und zukünftig auch noch
diese zu überarbeitende Fräse des Herstellers Kao
Feng eine
digitale Positionsanzeige erhalten. Das Arbeiten mit den Skalenringen
ist zwar gut und funktioniert auch, aber mit einer digitalen
Positionsanzeige ist
es doch wesentlich einfacher, schneller und komfortabler.
Das
Meßsystem muß also kompakt werden, sich schnell
zwischen
den Maschinen wechseln lassen und sich automatisch auf den
jeweilige Maschinentyp einrichten. |
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Da es
bei den Positionsanzeigen ein riesiges Angebot an Ausstattung,
Qualität und
Preis gibt, habe ich mir erst einmal Gedanken über
meine Anforderungen an eine solche digitale Anzeige
gemacht, um so die in Frage kommenden Geräte
eingrenzen zu können.
In der Linksammlung
sind verschiedene Anbieterseiten aufgelistet.
Meine Anforderungen sind:
- gut
ablesbare LED 7 Segment Anzeige in rot oder grün
- einfache
Bedienung, große Bedienelemente
- Anzeigen
für bis zu 3 Achsen
X - Y - Z
- einsetzbar
an Drehbank Optimum D250
- einsetzbar
an Fräse Kao Feng
- Schnellwechselhalterung
für verschiedene Maschinentypen
- schneller
und einfacher elektrischer Anschluss über einen
Zentralsteckverbinder
- kompakte
aber robuste Bauform der Anzeigeeinheit
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Diese
Anforderungen werden eigentlich von den meisten Fertiggeräten
erfüllt, man muß allerding mit
Anschaffungskosten von 500 - 800 Euro inkl. einem Satz
Wegmessgebern rechnen.
Bei den Selbstbauprojekten gibt es zwei Modelle, die mit Hilfe eines
Interfaces die Meßwerte aus den digitalen
Maßstäben
auslesen und auf einem Windows, bzw. DOS Rechner darstellen. Dieses
Prinzip ist sehr interessant, hat viele Zusatzfunktionen und
gibt dem alten Laptop wieder eine Aufgabe, aber
es macht das System auch etwas unflexibler. Daher
habe ich
mich
für das Selbstbauprojekt von Rainer Radow,
einer unabhängigen LED Anzeige, basierend auf einem
programmierten
µController entschieden. Rainer Radow bietet die
programmierten Controller für 9,50 Euro zzgl. Versand auf
seiner Internetseite
an. [Stand: Januar 2011]
Damit lassen sich die meisten
handelsüblichen digitalen Meßschieber mit seriellem
Ausgang betreiben. Die
Anschaffungskosten für dieses Selbstbauprojekt inkl. 2
Meßschieber (150mm und
500mm) belaufen sich auf etwa 200 - 250 Euro, je nach
gewünschter Ausstattung. |
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Basierend
auf dieser Schaltung habe ich nun die entgültigen und
machbaren
Anforderungen an eine digitale Positionsanzeige festlegen
können:
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- Gut
ablesbare 7 Segmentanzeige in rot mit 20mm Ziffernhöhe
- Einfache
Bedienung über 5 Tasten
- Anzeigen
für bis zu 3 Achsen
- Die
digitalen Maßstäbe bleiben fest an den Maschinen
montiert
- Individuell
einsetzbar an Drehbank oder Fräse
- Eine
zentrale Steckverbindung zwischen Positionsanzeige und Maschine
- Automatische
Anpassung an die jeweilige Maschine durch die Steckverbindung
- Abgesetzte
Anzeigeplatine, somit an verschiedene 7 Segmentanzeigen anpassbar
- Abgesetztes
Bedienteil, da nicht zwingend zum Betrieb erforderlich
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Elektronik |
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Rainer
Radow hat die komplette Schaltung um einen µController vom
Typ
AT89C2051 aufgebaut, was den zusätzlich
Bauteileaufwand doch
erheblich minimiert.
Die Schaltung läßt sich in 4 Baugruppen unterteilen:
- Netzteil
- Prozessorboard
- Anzeigeeinheit
- Bedienteil
Ich habe
Netzteil
und Prozessorboard zusammengefasst und die beiden anderen Teile separat
gelassen, um verschiedene 7 Segmentanzeigen oder ein anderes Bedienteil
leichter anpassen zu können. In den Anmerkungen
unten sind die verschiedensten Aufbau- und
Anschlussmöglichkeiten nochmal zusammengefasst.
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Im
"Original" ist die Positionsanzeige mit SMD Teilen aufgebaut, da ich
aber auf SMD
verzichten wollte, habe ich entsprechend große 7
Segmentanzeigen verwendet, unter denen auch noch die Anzeigentreiber
vom Typ CD4094 Platz finden. Auch habe ich mich wegen der paar
Drahtbrücken (10 Stück) nicht gleich
für eine
doppelseitige Platine entschieden. |
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Das
Prozessorboard mit Netzteil.
Die Teile für die Spannungserzeugung im grauen
Kasten
müssen bei der Kaskadierung mehrerer Module nur auf
einem
Modul bestückt werden.
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Das
Anzeigeboard kann nahezu mit jeder 7-Segment Anzeige aufgebaut
werden. Wichtig ist nur die gemeinsame Kathode. Ich habe mich
für
20,3mm Ziffernhöhe entschieden, da diese die
Anschlüsse
seitlich haben und sich somit die Treiber IC noch darunter platzieren
lassen.
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Das
Bedienteil ist für die Funktion nicht zwingend notwendig.
Sinnvoll
ist es jedoch wenigstens den Resettaster "00000" zwischen
Pin 3 und 5 einzubauen. |

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Die Signale der digitalen Meßschieber, sowie die 9V
Versorgungsspannung werden zum einfachen und schnellen Wechsel der
Anzeigeeinheit auf verschiedene Maschinen komplett
über eine
30 polige Siemens Messerleiste geführt. Auch findet die
Codierung
der Meßwertverdopplung oder Messwertinvertierung in dieser
Steckverbindung statt, womit die Anzeige immer automatisch auf
die
jeweilige Maschine konfiguriert ist. |

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Dazu
sind einfach die beiden vom Mainboard kommenden Anschlüsse von
Stecker ST6 auf der Maschinenseite der Messerleiste
entsprechend
auf GND zu schalten.
- Vorzeichenumkehr,
Brücke zwischen Pin 9a und 9b auf der Messerleiste
- Meßwertverdoppelung,
Brücke zwischen Pin 8a und 8b auf der Messerleiste
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Über drei Jumper oder besser Lötbrücken kann
das Netzteil in unterschiedliche Betriebsarten gesetzt werden.
- Ein
Netzteil für mehrere Module
- Jedes Modul
hat sein eigenes Netzteil
- Ein
Anzeigemodul ohne eigenes Netzteil wird von einem anderen Modul oder
einem externen Netzteil versorgt
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Das dreiteilige Layout einer kompletten Anzeige passt genau
auf
eine Europkarte mit 100 x 160 mm und wurde mit Target3001 erstellt. |
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Die fertigen Platinen nach dem Fräsen ... |
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... und nach dem Bestücken.
Die 7-Segmentanzeigen sind noch nicht auf die Anzeigeplatine gesteckt. |
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Mechanik |
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Zur
Montage der 9 Einzelplatinen für 3 Anzeigemodule habe ich eine
Trägerplatte gefräst, die später hinter der
eigentlichen
Frontplatte montiert werden kann. Um die unterschiedlichen
Höhen
und Abstände zwischen Anzeige und Bedienteil auszugleichen
sitzen
die Bedienteilplatinen komplett auf 10 mm hohen
Kunststoffträgern. Diese
verhindern zudem noch, daß sich die Bedienteilplatine bei
einem
Tastendruck durchbiegen kann, was auf die Dauer zu Wackelkontakten oder
Leiterbahnunterbrechungen führen würde. |
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Das
komplett montierte Modul von vorne ...
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... von hinten ... |
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... und von der Seite.
Hier ist auch der schwarze, 10mm hohe Kunststoffträger unter
dem
Bedienteil gut zu erkennen. Das Platinenlayout ist so angelegt,
daß die Platine auf der Rückseite den gleichen
Haltelochabstand hat wie das Bedienteil und die Anzeigeplatine auf der
Vorderseite.
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Da
sich für diese Konstruktion schwer ein passendes
Gehäuse
findet, bin ich aktuell dabei ein Gehäuse zu entwerfen und zu
bauen. Fortsetzung folgt also ... |
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Anmerkungen |
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Die
Schaltung, wie auch das Platinenlayout sind universell ausgelegt und
lassen sich an vielen Stellen individuell an die eigenen Anwendungen
und Maschinen anpassen.
- Ein Netzteil
kann bis zu drei Module versorgen,
dabei ist der Köhlkörper zwingend
erforderlich. Versorgt
ein Netzteil nur ein Modul, kann der Kühlkörper
entfallen.
Werden
Module von einem anderen Modul mit +/-5V versorgt, oder ist ein
externes Gleichspannungsnetzteil vorhanden können alle Teile
im
grauen Kasten
entfallen.(Siehe Schaltbild
Seite 1) Dabei sind die Jumper 1-3 wie im Schaltbild Seite 5
gezeigt zu setzen.
Da ich nach dem ersten Board das Layout noch etwas verändert
habe,
sind u.a. drei Drahtbrücken auf der rechten Seite weggefallen.
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- Das Bedienteil
ist für
den Betrieb nicht zwingend
erforderlich. Es kann ersatzlos entfallen, allerdings empfiehlt es sich
wenigstens die Resettaste "00000" anzuschliessen.
Für das komplette Bedienteil ist
die 10polige
Pfostenleiste einzusetzen. Wird nur die Rücksetztaste
angeschlossen, dann genügt eine 2polige
Steckverbindung an den Pins 3 und 5. Im Bestückungsplan sind
beide Varianten
eingezeichnet.
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Version mit
10 poliger Pfostenleiste |
Version mit 2 pol Stecker |
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- Der
Aufbau der 7-Segment-
Anzeige bietet wohl den größten
Spielraum. Hier lassen sich alle möglichen 7 Segmentanzeigen
verbauen, solange sie über eine gemeinsame Kathode
verfügen.
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Die 7-Segmentanzeigen
sind mit IC Sockelleisten hochgesetzt, damit
sich dann die 16poligen DIL Anzeigentreiber direkt
unter den
Anzeigen platzieren lassen. |
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Wer
kleinere Ziffern verwenden möchte, kann auf das Layout von
Rainer Radow zurückgreifen und die Treiber IC´s
CD4094 in
SMD ausführen.
Da die linke Anzeige lediglich das Vorzeichen anzeigt , kann dieses
Element auch durch zwei LED´s 2,5x5mm ersetzt werden. Mein
Layout
hat beide Möglichkeiten. |
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- Der
Controller bietet zusätzlich die Funktion zur Steuerung einer
Vorschubautomatik, die ich allerdings in dieser Anzeige nicht nutze.
Man kann damit z.B. die X-Achse einer
Fräse zwischen zwei Punkten hin
und herfahren um ein Werkstück Planfräsen zu
lassen. Diese Achse muß dann natürlich über
einen eigenen Antrieb verfügen.
- Pin 11 -
Schaltausgang +5V zur Ansteuerung eines Relais
- Pin 16 -
Vorschubautomatik Ein/Aus
- Pin 19 -
Vorschubautomatik links/ rechts
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Auch lassen
sich einige Steckverbindungen einsparen ...
- falls
nur ein einzelnes Modul aufgebaut und betrieben wird, kann ST2
entfallen und ST9 kann kleiner ausgelegt werden oder ebenfalls entfallen
- falls
das Bedienteil nicht benötigt wird kann ST3 entfallen, bzw.
nur
zweipolig für die Resettaste ausgeführt sein
- falls
die Vorzeichenumkehr und Meßwertverdoppelung nicht
benötigt
wird, oder schon direkt auf der Platine festgelegt wird, kann ST6
entfallen
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