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| Labornetzteil 0..28V/2A
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| Neben
Lötkolben, Multimeter, Frequenzgenerator und evtl. einem
Oszilloskop ist ein regelbares Gleichspannungsnetzteil ein
unentbehrliches Gerät in der Elektronikwerkstatt. Da mein
aktuelles Netzgerät mittlerweile in die Jahre
gekommen ist
und ich einige Ausstattungsmerkmale immer wieder vermisse, entstand
dieses Nachfolgemodell basierend auf der absolut zuverlässigen
Regelschaltung des alten Netzgerätes. Da ein neues
Gerät
nicht zwingend notwendig war, wollte ich erst einmal
kein Geld für dieses
Projekt ausgeben, und nur
Teile verwenden, die sich bereits in meinem "Lager"
angesammelt hatten. |
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| Die
angestrebten Ausstattungsmerkmale für das neue Gerät
waren: |
- Ausgangsspannung stufenlos von 0
bis 30Volt regelbar
- Digitale Anzeige der
Ausgangsspannung
- Ausgangsstrom bis 3 Ampere
- Stufenlos einstellbare
Strombegrenzung
- Kurzschlußfest
- Analoge Anzeige des Ausgangsstrom
- Passive Kühlung
- Ausgangsspannung ein- und
ausschaltbar
- Ausgangsspannung umpolbar
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Basierend
auf
diesen Vorgaben konnte ich mir nun die
benötigten Teile zusammensuchen,
bzw. die Schaltung, die Ausstattung und das Design an die vorhandenen
Teile anpassen.
Die eigentliche Regelschaltung besteht nur aus sehr
wenigen Teilen und ist hier zusehen. Sie hat den Vorteil, auch ohne
eine Hilfsspannung bis auf 0 Volt herunter
zuregeln und ist
durch die Foldback Schaltung um Transistor T2 absolut
Dauerkurzschlussfest.
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Allerdings machen erst die weiteren
Schaltungsteile das
Gerät komplett und erfüllen die oben
genannten Schaltungsmerkmale.
Die vier
Baugruppen für das komplette Gerät: |
| Schaltbild Regler |
| Schaltbild Netzteil
und DC/DC Konverter |
| Schaltbild Relaisansteuerung |
| Schaltbild Kabelfernbedienung |
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nach
oben |
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Die
eingehende Wechselspannung wird gleichgerichtet und gesiebt.
Der
6V Spannungsregler erzeugt daraus die "Referenzspannung" und
führt dem
Operationsverstärker OP1 je nach Position des Potis
"U" eine Spannung
zwischen 0 und 6 Volt zu. OP1 verstärkt die an seinem nicht
invertierenden Eingang anliegende Spannung um den Faktor ((P3/R1)+1).
Am
Ausgang OP1 steht folglich eine Spannung im Bereich zwischen 0 und 28
Volt an. Diese Spannung wird dem Spannungsfolger OP2 an
seinem nicht
invertierenden Eingang zugeführt, der wiederrum über
Widerstand R4 das
in Darlington Anordnung geschaltet Transistorpärchen
T1 und T4
ansteuert.
Der
Stromfühlerwiderstand R10 begrenzt im Zusammenspiel mit
R8, R9, P2 und
Transistor T2 den Ausgangsstrom und schützt somit das Netzteil
bei
Überlast indem die Basisspannung der
Endstufentransistoren zurückregelt wird.
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- Das
Netzteil und DC/DC Konverter
Die
Netzspannung gelangt über die Hauptsicherung , ein
Netzentstörfilter und den zweipoligen Hauptschalter auf den
Transformator, der auf seiner Sekundärseite 2 x12V
Wechselspannung
abgibt. Hier ist Vorsicht geboten, da der LM324 mit maximal
32V DC
Betriebsspannung angegeben wird.
Durch die Reihenschaltung der beiden Wicklungen erhält man
einmal
eine Ausgangsspannung von 24 Volt AC, die nach dem
Brückengleichrichter und den beiden Siebelkos an die
Regelschaltung gelangt. Die 12V Mittelanzapfung wird über eine
Einweggleichrichterdiode dem 12V Spannungsregler zugeführt,
der
die Hilfspannung erzeugt. Man könnte diese Hilfsspannung auch
direkt aus der 30V Hauptspannung erzeugen, müsste dann aber 4
bis
5 Watt Verlustleistung am Spannungsregler abführen. Durch die
Mittelanzapfung braucht der Spannungsregler nicht einmal
gekühlt
werden.
Da die meisten LCD Voltmetermodule eine potentialfreie
Spannungsversorgung im Bereich von 9 - 12V DC benötigen
muß
man entweder ein weiteres kleines Netzteil oder eine 9V Batterie mit in
das Netztgerät einbauen. Da mir keine dieser
Lösungen
wirklich gefallen hat, habe ich mit einem CD4093 NAND
Schmitt-Trigger und ein paar weiteren Bauteilen einen einfachen DC/DC
Konverter aufgebaut.
NAND1 bildet mit R1 und C13 einen Oszillator, der auf ca. 750HZ
schwingt. Durch Veränderung der frequenzbestimmenden
Teile R1 und C13 lässt sich über die
Schaltfrequenz die Ausgangsspannung bereits auf
ca. 9 - 10V (unter Last) einstellen.
Das Oszillatorsignal gelangt dann direkt auf das Gatter NAND3
und
über den Inverter NAND2 auch auf das Gatter NAND4, die
wiederrum
die beiden 1µF Kondensatoren wechselseitig ansteuern. Die
beiden
1µF Kondensatoren übertragen das Rechtecksignal und
trennen
die Ausgangsspannung galvanisch von der 12V Hilfsspannung. Nach dem
Gleichrichter und Siebelko steht die benötigte 9V
Betriebsspannung für das LCD Voltmeter zur Verfügung.
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Das
Netzgerät lässt sich auch ohne diese Baustufen
aufbauen, bzw.
nicht jeder benötigt die Möglichkeit
die
Ausgangsspannung umpolen zu können.
Dennoch dienen sie der Betriebssicherheit, vor allem für die
angeschlossenen Experimentierschaltungen, da sie ansonsten beim
Einschalten des Netzgerätes die zuletzt eingestellte Spannung
abbekommen können und evtl. beschädigt oder
zerstört
werden. Durch die Relaischaltung ist der Ausgang nach dem Einschalten
immer abgeschaltet, somit lässt sich erst die
Ausgangsspannung einstellen und dann aktivieren.
Jeweils zwei NAND Gatter eines CD4011 bilden ein
Flip-Flop. Im Einschaltmoment werden über
die
Kondensatoren C2, bzw. C6 die Ausgänge Pin 3 und Pin
11
immer in den definierten Zustand mit Low Pegel gesetzt, womit
die Relais ausgeschaltet bleiben.
In diesem Zustand wird C7 über R6 entladen, Transistor T2
erhält ebenfalls keine Ansteuerung und Gatter NAND4
hält mit
seinem High Pegel an Pin 4 über den Widerstand R1 den stabilen
Zustand aufrecht. Erst wenn der Taster "Ein/Aus" betätigt
wird,
werden die Eingänge Pin 1+2 des Gatter NAND3 über C7
auf GND
gezogen und das Gatter NAND3 wechsel den Pegel an Pin 3 von Low auf
High. Der jetzt am Ausgang von Gatter NAND4 anstehende Low Pegel wird
über R1 auf die Eingänge geführt und das
Flip-Flop
behält auch nach dem Loslassen des Tasters diesen Zustand bei.
Kondensator C7 wird über R6 für den
nächsten
Tastendruck geladen. Weiterhin wird die LED 2 und der Transistor T2
über R7 angesteuert worauf das Relais K1 an zieht.
Der
Ausgang des Netzgerätes ist jetzt aktiv. Auf die
gleiche
Weise wird das Inverterrelais K2 vom oberen Flip-Flop angesteuert.
Dieser Schaltungsteil unterscheidet sich lediglich durch das
weitere NAND Schmitt-Trigger CD4093, das die beiden
LED´s im
Taster abwechselnd aufleuchten lässt und somit
deutlich die
verpolte Ausgangsspannung signalisiert.
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Noch
während der Erstellung des Layouts der
Regelschaltung, kam mir
die Idee einer einfachen Kabelfernbedienung. Dann könnte das
Netzgerät auch weiter oben im Regal platziert werden und man
muß nicht immer einen langen Arm beim Einstellen
der Ausgangsspanung oder beim Betätigen von
einem der
beiden Taster machen.
Da nun aber das Hauptlayout schon fast fertig war, wurde die
Schaltung der Fernbedienung einfach in die Steckverbindung zwischen
Front- und Hauptplatine eingeschliffen. Das
zusätzliche Relais auf der Remoteplatine schaltet bei
aktivierter
Fernbedienung vom internen auf das externe Poti zur
Spannungseinstellung um. Die Taster "Ein/Aus" und "Invers" werden
einfach parallel zu den Tastern auf der Frontplatte betrieben.
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| Die Remoteplatine schaltet von interner auf externe Bedienung um. |
Das Layout der Remoteplatine |
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nach
oben |
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Hier
die "groben" Einzelteile.
Das Gehäuse,
Kühlkörper, Meßwerk und der Ringkerntrafo
sind
alles Recyclingteile.
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Das Layout
von Mainboard und Frontplatine wurde mit Target erstellt und kann
im Downloadbereich heruntergeladen werden.
Da das Signal GND als Fläche ausgeführt ist
müssen alle
Massepins bei einem konventionellen Layout miteinander
verbunden
werden.
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Ansicht vergrößern
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... die
gefrästen Platinen

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...und die
bestückten Platinen
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nach
oben |
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Das LCD
Voltmetermodul mit der aufgesetzten Plexiglasscheibe. Die ganze Einheit
wird später mit Silikon hinter die Fronplatte geklebt. |
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| Die
fast
bestückte Frontplatte mit dem eingeklebten LCD Voltmeter, dem
analogen Amperemeter (Skale stimmt noch nicht) und der
Frontplatine. Das Zehngangpoti zur
Spannungseinstellung ist mit der Platine verschraubt, dadurch ist die
Mutter nicht auf der Frontplatte sichtbar. |
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Ansicht von
vorne |
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und von
hinten |
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Die
vormontierte Rückseite. In die noch freien Öffnungen
kommt die Netzbuchse mit Entstörfilter und Sicherungshalter
und
die D- Sub Buche für die Kabelfernbedienung.
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nach
oben |
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Die Kabelfernbedienung
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Da
das Netzgerät, wenn es auf dem Labortisch steht nur Platz
wegnimmt, soll es in das Regal über dem Labortisch. Dort
lässt es sich widerrum nur schlecht bedienen und im Notfall nur
langsam erreichen.
Daher kam mir, wie schon weiter oben angesprochen, die
Idee einer Kabelfernbedienung. Über sie sollen die
wichtigsten Funktionen, wie Einstellung der Ausgangsspannung, Ein- und
Ausschalten der Ausgangsspannung und die Invertierung der
Ausgangsspannung einstellbar sein.
Dazu werden einfach die internen Bedienelementen wie Poti und Taster über Relais auf externe
Bedienelemente umgeschaltet. Zusätzlich steht die Ausgangsspannung
des Netzgerätes auch an zwei zusätzlichen Bananenbuchsen an der
Fernbedienung zur Verfügung.
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Der Schaltplan
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Das Gehäuse besteht aus einem abgekanteten Aluminiumblech (2mm), |
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auf das dann zwei 10mm starke Kunststoffplatten aufgesteckt werden.
Von links nach rechts durchgehende M4 Gewindebolzen halten das Ganze zusammen. |
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06.06.2011 |
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