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Ich hatte meine Drehbank, eine Optimum OPTI D 240 x 500 G,
seinerzeit
in der Grundausstattung mit 400V Drehstrommotor gekauft, da
ich das
folgende Zubehör selber nachrüsten
wollte
- stufenlose
Drehzahlregelung
- digitale
Drehzahlanzeige
- digitale
Positionsanzeige
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Die
stufenlose Drehzahlregelung läßt sich einfach durch
einen
geeigneten Frequenzumrichter realisieren. Ein Bekannter hat mir
ein Gerät vom Typ (Berges ACM-S2)
überlassen. Um jedoch die
gewünschte Drehzahl auch gezielt einstellen zu
können, braucht die Maschine eine Drehzahlanzeige.
Das
Poti zur Drehzahleinstellung des Frequenzumrichters und die
digitale
Drehzahlanzeige der Hauptspindel soll wie bei der Optimum Opti D240x500
G Vario in dem kleinen Bedienfeld oberhalb der Spindel Platz finden.
Auf der Frontplatte findet sich noch der Platz für
einen Schalter um die
Funktion der Kühlmittelpumpe zwischen Dauer- und
Automatikbetrieb umschalten zu können.
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...
die drei Schritte zum Erfolg
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Die Anforderungen
an die Drehzahlanzeige sind:
- Wenige Bauteile und damit geringe
Abmessungen
- Weiter Betriebsspannungsbereich
- Universell nutzbar an Drehbank,
Fräse oder Ständerbohrmaschine
- Keine exotischen oder
abgekündigten Bauteile
- 4-stellige
7-Segment LED Anzeige
- Zählerelektronik und
Anzeige auf separaten
Platinen, um verschiedene 7-Segmentanzeigen nutzen zu können.
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| Um
eine geeignete
Zählerschaltung an die Impulserzeugung der Hauptwelle
anpassen zu können, habe ich mir eine passende Lochscheibe mit
60
Schlitzen aus Epoxyd Basismaterial hergestellt, schwarz lakiert und auf
die Hauptspindel
montiert. Die Impulsaufnahme erfolgt mit einer Gabellichtschranke vom
Typ CNY36. |
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| Impulsscheibe mit 60 Schlitzen ... |
... montiert auf die Hauptwelle |
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Mit
60 Schlitzen läßt sich das Impulssignal der
Lochscheibe direkt auf einem
herkömmlichen Frequenzzähler darstellen. Der
Frequenzzähler zeigt dann direkt die Umdrehungen pro Minute an.
Da eine Drehzahlanzeige also nichts anderes als ein Zähler
ist,
der die von einem geeigneten Abnehmer
erzeugten Impulse einer sich drehenden
Welle in einem
festgelegten Zeitfenster zählt und zur Anzeige bringt, habe
ich das Internet
nach Frequenzzählern und allgemeinen
Zählerschaltungen
durchsucht. Bei meinen Recherchen fand ich einige Schaltungen, die sich
in zwei Gruppen unterteilen lassen.
- Zählerschaltungen
basierend auf einem Mikroprozessor
- Zählerschaltungen
in diskreter Halbleitertechnik aufgebaut
Auf den ersten Blick bestechen die Schaltungen der ersten Gruppe durch
einen geringen Bauteileaufwand und den daraus resultierenden kleinen
Abmessungen, sowie der Möglichkeit wichtige und auch
unwichtige
Zusatzfunktionen in die Programmierung mit
einfließen lassen zu können.
Bezieht man jedoch auch das Programmiergerät nebst
Programmiersoftware und passendem Rechner mit ein,
dann erhöht sich der Aufwand, zumindest am Anfang,
doch
erheblich. Wer noch niemals einen
Mikroprozessor programmiert hat schreckt hier vielleicht erstmal etwas
zurück.
In der Linksammlung
befindet sich eine Übersicht zum diesen Schaltungen
und Programmiergeräten.
Ich
selber habe meine Suche auf die diskret aufgebauten
Zählerschaltungen
beschränkt, und meine Anzeige basierend auf dieser Schaltung
aufgebaut:
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Das
Grundprinzip
der Zählerschaltungen ist eigentlich immer gleich.
Ein
Quarz und ein Teiler erzeugen eine stabile Taktfrequenz und geben
zyklisch für die erzeugte Periodendauer den
Takteingang eines
oder mehrerer
Zählerbausteine frei. Diese zählen dann,
für den Zeitraum der Periodendauer, die
eingehenden Impulse eines Abnehmers an der Hauptspindel und
stellen das
Ergebnis auf einer mehrstelligen LED 7-Segmentanzeige in Umdrehungen
pro Minute dar. Es folgt ein Reset und der Zählvorgang
startet von vorne.
Zur Takterzeugung werden IC´s wie der CD 4521 oder 4060
eingesetzt.
Als Zähler kommen der 4026, 4553, 40192 oder der bereits
abgekündigte und auch nicht gerade preiswerte 74C926 in Frage.
Je nach Zählerbaustein ist noch ein BCD zu 7 Segment
Konverter und Treiber dem Zähler nachgeschaltet.
Während der 4553 gleich 3 Anzeigen ansteuern kann,
benötigt
man beim 4026 pro Segmentanzeige ein eigenes IC, dafür ist
aber
der BCD zu 7 Segment Konverter und Treiber gleich mit drin.
Eine Ausnahme ist der 74C926, der ist Zähler, BCD zu 7 Segment
Konverter und Treiber, und daß gleich für 4-stellige
Anzeigen, aber wie gesagt abgekündigt und im Vergleich sehr
teuer. |
Meine Wahl
fiel auf die oben gezeigte Schaltung, die mit dem
4521 als Taktgeber, einigen NAND Gattern zur Signalaufbereitung, zwei
4553 als Zähler und zwei 4511 als Anzeigentreiber aufgebaut
ist.
Die Schaltung ist einfach und lässt sich in weiten Teilen
verändern und anpassen.
Da mein
Fundus alles, bis auf einen zweiten Zähler vom Typ
4553
hergab , habe ich die Schaltung erstmal 3-stellig aufgebaut.
Hunderter - Zehner - Einer.
Drehzahlen
bis 999 U/min wurden auch einwandfrei dargestellt, für
höhere Drehzahlen fehlte dann doch die "Tausender" Stelle.
Da jedoch bereits eine weitere Dezimalstelle zwei
zusätzliche IC bedeutet hätte, habe ich mir
eine
andere Lösung einfallen lassen.
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Das
folgende
Beispiel zeigt, wie die Schaltung der 6 stelligen
Anzeige auf
vier Stellen zusammen schrumpfen kann und sich dabei
2
Anzeigen, ein Zähler und ein Anzeigentreiber
einsparen lassen. Dabei sei angemerkt, daß sich
diese Schaltung nur noch sehr bedingt für eine
herkömmliche
Frequenzmessung eignet und der Messfehler astronomisch hoch
wäre.
Die Spindeldrehzahl in diesem Beispiel soll konstant 1273
Umdrehungen
pro Minute betragen. Der 6-stellige Frequenzzähler
würde bei
einem Abnehmer mit 60 Impulsen pro Umdrehung und einer Torzeit von
einer Sekunde jetzt folgendes anzeigen: |
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Die
ersten beiden 7-Segment Anzeigen können wegfallen, da sie bei
Drehzahlen unterhalb von 9999U/min sowieso nicht angesteuert werden.
Die Anzeige wird 4-stellig und sieht dann so aus: |
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| Teilt
man nun die Anzahl der Eingangsimpulse vom Drehzahlsensor durch
10, verschiebt sich die Anzeige um eine Stelle nach rechts. Damit
fallen in diesem Beispiel zwar die 3 Umdrehungen der Einerstelle unter
den Tisch, aber für die Drehzahlanzeige einer Drehbank,
Fräs-
oder Bohrspindel ist das wohl unerheblich. |
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| Die
linke Stelle ist somit frei geworden, sie würde erst ab
Drehzahlen über 9999 wieder angesteuert werden und kann daher
nebst Zähler und Anzeigentreiber wegfallen. Die Schaltung ist
jetzt
also auf einen Zähler vom Typ 4553 und einen
Anzeigentreiber 4511 zusammen
geschrumpft. Zur Darstellung der
Drehzahl ist sie aber nicht wirklich geeignet, da man den angezeigten
Wert immer erst mit 10 multiplizieren müßte. Also 10
x 127 = 1270 U/min. |
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Montieren
wir aber einfach eine 7- Segmentanzeige ganz rechts, und
schalten diese statisch auf den Wert "Null",
dann wird die Anzeige
wieder vierstellig wobei der "Einer"- Wert immer auf Null
stehen bleibt.
Die Null deshalb, damit auch bei Stillstand der Maschine in der Anzeige
"0000" erscheint. |
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Somit
haben wir
aus der ursprünglichen Schaltung zwei IC´s
, zwei
7-Segmentanzeigen und einige Widerstände
streichen können.
Damit die gerade genannten Maßnahmen zur Einsparung einiger
Bauteile auch erhalten bleiben und nicht ein
zusätzlicher 10:1 Teiler im Eingang der
Zählerschaltung
erforderlich wird, teilt man nicht die von der Lochscheibe
kommenden Eingangsimpulse durch 10, sondern erzeugt statt der
60
Impulse pro Umdrehung einfach nur 6 Impulse. Damit
ist diese
4-stellige Anzeige auch wieder an den Meßwert
angepasst. |
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Bei
meinen
Tests mit dieser veränderten Schaltung sind mir
aber noch ein paar störende Kleinigkeiten aufgefallen. Steuert
man
z.B. den Zähler direkt von der Lichtschranke an, dann kann je
nach
Position der Lochscheibe bei Stillstand der Hauptspindel ein High oder
Lowpegel am
Clockeingang (Pin 12) anstehen. Bei einem Highpegel übernimmt
die
Anzeige diesen Wert und zeigt auf der jetzigen Zehnerstelle eine "1"
was 10 Umdrehungen entsprechen würde. Dieses Problem habe ich
durch das noch
freie NAND1 Gatter des 4093 und die Kombination aus Kondensator C1,
Widerstand R3 und Diode D1 beseitigt. Den Takteingang
erreichen
über den Kondensator weiterhin die Impulse des Abnehmers,
aber bei Stillstand der Hauptwelle wird der
Zählereingang
durch den Widerstand auf Lowpegel gezogen. Die Zehnerstelle der Anzeige
bleibt somit auf Null.
Weiterhin war mir die Torzeit von einer Sekunde für
die Erfassung der
Drehzahlen doch etwas zu hoch, die Anzeige folgte
einer Drehzahländerung immer mit
einer gewissen Verzögerung.
Auch diese Tatsache lässt sich einfach und ohne
großen Aufwand beseitigen.
Der Taktgeber IC1 stellt an seinen Ausgängen verschiedene
Frequenzen zur Verfügung, ich habe einfach die
Torzeit auf
¼ Sekunde (IC1 Pin 13) verringert,
dadurch wird die Anzeige jetzt statt 1 mal gleich 4 mal pro Sekunde
ausgewertet. Noch kleinere Torzeiten machten die Anzeige
wieder
unruhiger.
Für diese Veränderung der Torzeit
muß allerdings
die Eingangsfrequenz, also die Lochscheibe angepasst werden.
Die verkürzte Torzeit von ¼ Sekunde gibt dem
Zähler
auch nur die Zeit ¼ der Eingangsimpulse zu zählen,
daher
muß die Lochscheibe jetzt 4 mal mehr Impulse pro Umdrehung
erzeugen, aus den 6 Schlitzen wurden also letztendlich 24 Schlitze. |
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Die
abgeänderte Schaltung sieht nun so aus:
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| Zähler und Netzteil |
Display |

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IC1
erzeugt in Verbindung mit dem 4,194304 MHz Quarz ein sehr genaues
Taktsignal . Teilt man die ungewöhnliche Frequenz von
4,194304 Mhz durch 222,
dann steht am Ausgang Q22 - Pin13 von IC1 ein Taktsignal von 1Hz an,
bzw. an Ausgang Q21 - Pin14 von IC1 ein Takt von 2Hz. Dieses Taktsignal
gelangt direkt auf den Disable Eingang Pin11 von IC2 und gibt somit den
Takteingang Pin 12 des Zählers für den Zeitraum der
positiven
Signalflanke frei. Es werden jetzt alle Impulse, die von der
Gabellichtschranke über den Differenzierer und das NAND1
Gatter
ankommen solange gezählt, bis das Taktsignal von IC1 wieder
abfällt. Jetzt erhält der Latch Enable Eingang von
IC2 einen
kurzen Impuls über das NAND2 Gatter und übergibt
sein Zählerergebnis an die Anzeige IC3, um
kurz darauf
über die Gatter NAND 3 und 4 mit einem Masterreset wieder auf
Null
zurück gesetzt zu werden. Der Zählvorgang beginnt mit
dem
nächsten positiven Taktsignal von IC1. Die Ansteuerung des
Digitalpunktes in der Einer-Stelle vom Taktsignal aus hat keinen
Einfluss auf die Funktion und kann daher auch entfallen.
Da der Betriebsspannungsbereich der CMOS Bausteine
zwischen 5
und 15 Volt liegen darf, läßt sich die
Spannungsversorgung um den Spannungsregler an vorhandene
Spannungsquellen anpassen. Man sollte dabei darauf achten,
daß
die Spannungsdifferenz zwischen Ein-
und Ausgangsspannung des
Spannungsreglers nicht zu groß ist. Evtl. muß der
Spanungsregler durch ein kleines Alublech gekühlt
werden.
Ebenso sollte der Wert des Widerstandes R1 bei
höherer
Betriebspannung vergrößert werden.
Durch den Gleichrichter im Eingang lassen sich sowohl Gleich,
wie
auch Wechselspannungsnetzteile anschließen, die wenigstens
300mA
liefern.
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Die
Platinen sind in 3 Bereiche unterteilt, und
ermöglichen eine flexiblere Anpassung an verschiedenen 7
Segmentanzeigen. Vorraussetzung ist immer eine gemeinsame
Kathode
der Anzeigen.
- Taktgenerator, Impulsaufbereitung,
Zähler und Anzeigentreiber, Netzteil
- Anzeige
- Gabellichtschranke
Die
Hauptplatine ist mit der Anzeige über zwei Steckerleisten
(10pol und 3pol) verbunden. Die
Platinen werden über Stehbolzen direkt hinter die Frontplatte
geschraubt. Layout, Schaltplan und Bestückung im Downloadbereich. |

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| Die unbestückten Platinen |
die
Impulsscheibe mit 24 Schlitzen |
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das
fertig bestückte und montierte Modul
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|
| ... und das
funktionierende Anzeigemodul |
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